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Stadtbuslinie statt Parkbahn in Putbus? Drucken

Ostsee-Zeitung, 18.02.2009

Für Putbus-Besucher soll es in dieser Saison ein besseres Verkehrsangebot geben. Nach den Betreibern der Tschu-Tschu-Bahnen hat nun auch der RPNV ein Angebot vorgelegt.

 Putbus Bus oder Bahn? Mit dieser Frage beschäftigen sich in diesen Tagen die Putbusser Stadtvertreter. Sie hatten auf ihrer vergangenen Sitzung im Zusammenhang mit dem dem Wirtschaftsplan darüber diskutiert, ob wieder eine „Parkbahn“ die Stadt mit dem Hafen in Lauterbach verbinden soll, die vor allem die kurtaxezahlenden Urlauber nutzen können. „Eine Entscheidung wurde noch nicht gefällt“, sagt der Bürgermeister Harald Burwitz. Prinzipiell spreche nichts gegen eine Anbindung. Allerdings wollen die Putbusser klären, ob die Gäste künftig mit dem Bus oder mit der Bahn von der Stadt an den Bodden und zurück fahren können. Denn: Außer dem Angebot der Betreiber der Tschu-Tschu-Bahn liegt mittlerweile auch eines vom Rügener Personennahverkehr (RPNV) vor.
Das bestätigt der RPNV-Geschäftsführer Rolf Rümper. „Wir haben unseren Hut in den Ring geworfen“, sagt er und spricht von einer Idee, die das kreiseigene Unternehmen der Stadt Putbus vorgestellt habe. Es sei mehr ein grobes Konzept, über dessen Ausgestaltung man mit der Stadt noch reden müsse und wolle. Der RPNV-Vorschlag sieht einen Ringverkehr mit einer eigenen Stadtbuslinie vor. „Wir planen, dort neben dem bisherigen Linienverkehr eine zusätzliche Linie zu etablieren.“ Auf der würde – zumindest in der Hauptsaison – ein großer, zwölf Meter langer Bus fahren, außerhalb der Saison eventuell ein kleinerer. Es gehe nicht allein um die Beförderung der Rügen-Besucher. „Unser Vorschlag sieht vor, mit dieser Buslinie auch gleich etwas für die Einheimischen zu tun und deren Belange zu berücksichtigen“, sagt Rümper.
Das sieht der Bürgermeister ähnlich. „Wir könnten mit der Buslinie auch eine Anbindung für mehrere Ortsteile schaffen.“ Schließlich soll aus den umliegenden Dörfern auch das Geld kommen, das Putbus in die Bahn- oder Buslinie stecken will. Im Wirtschaftsplan sind dafür die Mehreinnahmen vorgesehen, die in dieser Saison erstmals durch die Kurtaxe aus den zu Putbus gehörenden Dörfern in die Stadtkasse gespült werden. Dass die Gäste aus den Landhäusern, Bauernhöfen und Ferienwohnungen auf dem Land zwar bezahlen, aber dafür keine Gegenleistung erhalten sollten, hatte viele Vermieter an diesem Finanzierungsvorschlag gestört (OZ berichtete).
Gestört hat viele Stadtvertreter die Vorstellung, dass wieder eine Bahn durch den Park fahren soll. Diese Linienführung sei deshalb unwahrscheinlich, sagt der Bürgermeister. Der Wirtschaftsplan wurde mit dem Haushalt beschlossen. In der Frage „Bus oder Bahn“ haben sich die Stadtvertreter noch nicht entschieden. „Klar ist bislang nur, dass es ein Angebot geben wird“, so Burwitz. Am 31. März soll die Entscheidung in der Stadtvertretung gefällt werden.


MAIK TRETTIN

 
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